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Sensitivity Reading

Sensitivity Readings sind dramaturgisch informierte Analysen von Stoffen, Figuren und Narrativen mit Fokus auf Diversität, Repräsentation und gesellschaftliche Wirkung.

Ich begleite Film- und Serienprojekte dabei, sensible Themen differenziert, verantwortungsvoll und erzählerisch überzeugend zu gestalten. Im Zentrum meiner Arbeit steht die Frage, welche Annahmen, Perspektiven und Machtverhältnisse sich – oft unbeabsichtigt – in Geschichten einschreiben und wie sich diese im kreativen Prozess bewusst weiterentwickeln lassen.

Was ein Sensitivity Reading leistet

Ein Sensitivity Reading betrachtet Stoffe in ihrer dramaturgischen Struktur und ihren gesellschaftlichen Implikationen. Im Fokus stehen unter anderem:

  • Figurenzeichnungen und Perspektiven
  • narrative Setzungen und Konfliktlinien
  • implizite Aussagen und Kontexte
  • mögliche Reproduktionen von Stereotypen oder Klischees

Ziel ist es, blinde Flecken sichtbar zu machen und kreative Alternativen aufzuzeigen, die aus dem Stoff selbst heraus entstehen können.

Wie ich Sensitivity Readings durchführe

Typischer Ablauf eines Sensitivity Readings:

  • kurze Klärung des Anliegens und der Projektphase
  • schriftliche Analyse des vorliegenden Materials (Standard)
  • optional: vertiefendes Auswertungsgespräch oder Workshop

Umfang und Form der Zusammenarbeit werden projektbezogen abgestimmt und an die jeweiligen Rahmenbedingungen angepasst. Die schriftliche Einschätzung dient dabei als Arbeitsgrundlage für die weitere Entwicklung des Stoffs und die interne Kommunikation im Team.

Schwerpunkte meiner Arbeit

Ein besonderer Schwerpunkt meiner Sensitivity Readings liegt auf den Diversitätsdimensionen Gender, sexuelle Orientierung sowie der Darstellung sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt.

Diese Themen erfordern eine enge Verzahnung von dramaturgischer Klarheit, Kontextwissen und Sensibilität für gesellschaftliche Wirkungen. Für spezifische Fragestellungen außerhalb meiner eigenen Schwerpunkte verweise ich bei Bedarf an entsprechend qualifizierte Kolleg:innen.

Sensitivity Readings im kreativen Prozess

Sensitivity Readings verstehe ich als Teil kreativer Praxis.

Sie setzen dort an, wo unbewusste Annahmen, Erzählkonventionen oder gesellschaftliche Prägungen Einfluss auf Figuren, Perspektiven und Dramaturgie nehmen. Ziel ist es nicht, kreative Entscheidungen einzuschränken, sondern sie bewusster, klarer und erzählerisch tragfähiger zu machen. Die Verantwortung für inhaltliche und künstlerische Entscheidungen bleibt dabei stets bei den Filmschaffenden.

Einbettung in die dramaturgische Prozessbegleitung

Sensitivity Readings sind Teil meiner dramaturgischen Prozessbegleitung, können aber auch als eigenständige Leistung gebucht werden. Besonders wirkungsvoll sind sie, wenn sie früh im Entwicklungsprozess stattfinden und in einen kontinuierlichen Austausch eingebettet sind. Weitere Informationen zur längerfristigen Zusammenarbeit finden sich auf der Seite zur dramaturgischen Prozessbegleitung.

Rahmen & Honorar

Preise richten sich nach Umfang, Material und gewünschter Form der Zusammenarbeit und werden projektbezogen vereinbart. Mir ist eine faire und diversitätssensible Preispolitik wichtig; bei besonderen Rahmenbedingungen können individuelle Lösungen besprochen werden.